Warum sind Discount-Broker so günstig? Ist das legal?

Geldnoten Money Tradersbestfriend

Discount-Broker (Low-Cost-Broker) wie TradeRepublic, Scalable Capital und Co. werben mit unglaublich günstigen Konditionen. Da kommt schnell die Frage auf, wie die Broker ihre Dienstleistung zu so günstigen Konditionen anbieten können. 

 

Wir zeigen dir, warum die Konditionen von Discount-Broker so günstig sind, wie sie Geld verdienen und welche Nachteile es gibt.



Discount-Broker verdienen ihr Geld meist über eine Rückvergütungen und/oder über die Ordergebühren.

Das sind die gängigen Einnahmequellen der Discount-Broker:

 

Rückvergütung von Handelspartnern

Der Discount-Broker geht eine Kooperation mit Handelsplätzen ein. Er verspricht dem Handelsplatz, Orderaufträge über diesen abzuwickeln. Für diese Vermittlung zahlt der Handelsplatz an den Vermittler (= Discount-Broker) eine kleinen Betrag je Order. 

Aus diesem Grund ist die Auswahl an Handelsplätzen bei Discount-Brokern meist sehr überschaubar.

Scalable Capital bietet zum Beispiel den Handel über nur zwei Handelsplätzen an. Gettex und Xetra. 

Mittlerweile hat das Angebot an Handelsplätzen aber auch bei wenigen Discount-Brokern zugenommen, sodass einige fast mit Direktbanken gleichziehen.

 

Vergütung von ETF-Partnern

Ähnlich wie das vorherige Beispiel handelt es sich hier um eine Kooperation zwischen Low-Cost-Broker und ETF Anbietern (z.B. ishares). Letztere finanzieren sich über dauerhaft anfallende Fondskosten. Als prozentuale Kenngröße für den Anleger ist hier die Total Expense Ratio (TER) zu nennen. Zusätzlich gibt es bei einigen ETFs noch eine einmalige Gebühr beim Erwerb des ETFs. Der sogenannte Ausgabeaufschlag. Dies ist eine weitere Einnahmequelle der ETF-Anbieter.

Im Rahmen der Kooperation, geben die ETF-Anbieter nun einen Teil der Einnahmen an den Discount-Broker ab. 

 

Ordergebühren:

Sofern der Discount-Broker nicht ganz auf die Ordergebühren verzichtet, fällt diese Gebühr für den Anleger recht klein aus. Meist wenige Euro oder Cents. Hier kommt die das Volumen ins Spiel. Durch die niedrigen Gebühren fällt die Hemmschwelle für den Nutzer eine Order zu tätigen. Daraus folgt, dass mehr gehandelt wird. Somit verdient der Discount-Broker über die hohe Ordneranzahl. 

Dies ist jedoch ein negativer Aspekt für den Nutzer, da das häufige handeln meist mit einer höheren Risikotoleranz einhergeht.